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Innovativer Vortrag von Prof. Dr. Bernd Jöstingmeier: Betriebliche Entscheidungsfindung zwischen Ratio und Intuition
Dieser Vortrag hat es in sich und wird Ihre Gäste begeistern. Prof. Jöstingmeier erläutert mit lebendigen Beispielen, ob und unter welchen Bedingungen intuitive betriebliche Entscheidungen besser sein können, als Entscheidungen nach Vernunft und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Er verdeutlicht die Chancen und Risiken des „Bauchgefühls“ bei Entscheidungsprozessen und beschreibt die Leistungsfähigkeit des Unterbewusstseins nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei baut er auch Erkenntnisbrücken zwischen der menschlichen Musikinterpretation und der rationalen betrieblichen Entscheidungsfindung. Verdeutlicht wird dies durch einen JDrumming-Einsatz am Schlagzeug. Ein ungewöhnlich spannender und anregender Vortrag, der sehr gut für das gesamte Veranstaltungsspektrum von ausgewählten Führungskräftetreffen bis hin zu Betriebsversammlungen, Tagungen, Konferenzen und Großveranstaltungen sehr gut geeignet ist. |
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Weitere Innovius-Vorträge für Ihr Unternehmen: |
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Das Ideen-Orbital-Modell als Social Media Marketing-Instrument – die Akzeptanz von Komplexität und die Neugestaltung des Innovationsmanagements
Inhalte: Innovationsprozesse gestalten und Komplexität bewältigen Das Ideen-Orbital-Modell als Strukturierungshilfe für Innovationsprozesse Nichtlineare Denk- und Entwicklungswerkzeuge zur Verwirklichung von Innovationen Interaktionspartner als Impulsgeber für Innovationen Positive Praxisbeispiele entfesselter Innovationen |
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Evolution des Innovationsmanagement-Konzeptes
Bereits in der früheren Innovations-Literatur wurde für die erste Phase des Innovationsprozesses, das Fuzzy Front End, die Nichtlinearität der Transformation von Problemlösungsideen in Innovationen eindeutig anerkannt. In den nachfolgenden Phasen standen dann meist rationale Denk- und Entwicklungsschritte im Vordergrund. Aus den Verknüpfungen dieser Schritte (den Schnittstellen) schienen jeweils eindeutige Ergebnisse zu resultieren, auf denen der nächste Schritt aufsetzte. Es entstanden organisatorische Gebilde, die als Stage-Gate-Prozess, Innovationstrichter, Innovations-Pipeline oder ähnlich bezeichnet wurden. Diese entsprachen unseren klassischen theoretischen Vorstellungen von operativen und nach Effizienz ausgerichteten Prozessen in Organisationen und Unternehmen. Sie hatten jedoch den Nachteil, dass durch das „Wegfiltern“ der tatsächlich vorhandenen Komplexität das schöpferische unternehmerische Neuerungsverhalten eher zu einem Anpassungsverhalten unter quasi-rationalen Bedingungen wurde.
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Das Ideen-Orbital-Modell von Boeddrich/Jöstingmeier
Von innen nach außen betrachtet sind Unternehmen in ein kaum überschaubares System von Problemlösungen, Konzepten oder Vorstellungen hinsichtlich ihrer zukünftigen Entwicklung eingebettet. Sie sind umgeben von einem Ideenraum, in dem unterschiedlich stark betroffene Akteure (Individuen wie Mitarbeiter oder Kunden, Gruppen von Individuen, andere Unternehmen, Kreditinstitute, Behörden, Nicht-Regierungs-Organisationen etc.) über eine bestimmte Organisation/Unternehmung nachdenken. Der Ideenraum, aus dem Unternehmen ihre Konzepte für neue Leistungsangebote, bessere Produktionsprozesse oder zur Schaffung immaterieller Vorteile gewinnen können, ist in systemtheoretischer Sicht komplex. In diesem komplexen System lassen sich je nach ursprünglicher Herkunft sowie nach möglichem Beeinflussungsgrad der Konzepte konzentrisch angeordnete Clusterebenen (Orbitalbahnen) unterscheiden. Mit Strategien und Leitlinien können diese Bahnen so durchschnitten werden, dass jeweils tortenähnliche Segmente zulässiger Konzepte entstehen. Sie erleichtern das Durchdringen des komplexen unternehmerischen Ideenraums. Ein weiteres Durchdringungsmittel ist die Fokussierung, die in der Regel vor dem Einsatz von Kreativitätsmethoden stattfindet und deren unterschiedliche Wirkungen mit Hilfe des Ideen-Orbital-Modells erklärt werden können.
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Komplexität verbessert die Ergebnisse aus Innovationsprozessen
Durch den Einsatz des neuen Ideen-Orbital-Modells kommt man über die Akzeptanz von Komplexität zu neuen Erkenntnissen und Konsequenzen für zukünftige Innovationsmanagement-Systeme. Die trügerische „Quasi-Rationalität“ bisheriger Innovationsprozesse führt häufig zu Fehlentscheidungen, da bessere Alternativen nicht in Betracht gezogen werden. Dem kann entgegengewirkt werden, indem in den unterschiedlichen Phasen auch nichtlineare Denk- und Entwicklungswerkzeuge angewandt und deren Ergebnisse berücksichtigt werden. Ganz im Sinne des Innovationsansatzes von Schumpeter, der bei Innovation immer von kreativer Zerstörung ausgeht, wird das Gute (bisherige Zustände) durch das Bessere (mehr Nutzen und/oder weniger schädliche Nebenwirkungen) ersetzt.
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Veränderte Prioritäten in Innovationsmanagementprozessen
Die stärkere Berücksichtigung der Komplexität verändert auch stark die Positionierung von Mitarbeitern bei Innovationen. Aus bisher maßgeblich auf Funktionalität ausgerichteten Stellen in den einzelnen Prozessen des Innovationsmanagementsystems müssen aktive Transmitter für innovative Konzepte werden. Mitarbeiter sind einerseits mit ihrem Wissen die eigentlichen Träger unternehmerischer Kernkompetenzen. Andererseits sind sie diejenigen Akteure, bei denen die stärkste Kommunikation zwischen der Innen- und Außensicht des Unternehmens stattfindet. Bei den Mitarbeitern finden am häufigsten Konfrontationen zwischen dem Know-how eines Unternehmens und Problemlösungsideen von innen und außen statt. Die veränderte Sichtweise und eine entsprechende (Personal-) Entwicklung von Mitarbeitern führt dazu, dass Innovationen auf allen Ebenen des Unternehmens entstehen und eine „entfesselte Innovationsfähigkeit“ („unleashing innovation“ bspw. des US-amerikanischen Unternehmens Whirlpool, dem Mutterkonzern von Bauknecht) ihre Kräfte entfaltet.
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Das Ideen-Orbital-Modell als Weg zum Empowered Innovation Management
Innovationsziele sind in Abteilungsziele zu integrieren. Die Anforderungsprofile und Stellenbeschreibungen für Mitarbeiter und Führungskräfte müssen entsprechend angepasst werden. Führungskräfte sind in dem Sinne auszubilden, dass sie ihre Mitarbeiter als wichtigste Innovationsträger anerkennen und fördern. Jedes Arbeitsteam und damit jeder Mitarbeiter wird neben der routinemäßigen Erfüllung seiner Aufgaben auch regelmäßig nach Verbesserungsmöglichkeiten gefragt. In großen Unternehmen können Innovationswettbewerbe das Engagement durch spielerische Innovationsleistungsvergleiche zwischen Abteilungen noch erhöhen. Durch die regelmäßige gemeinsame Suche nach Verbesserungs- und Innovationsmöglichkeiten kann auch das Arbeitsklima in Teams entscheidend verbessert werden. Durch eine höhere Arbeitsfreude wächst wiederum die Produktivität und die Loyalität zum eigenen Unternehmen. Sinnsuchenden Mitarbeitern kann darüber hinaus durch die Eröffnung von Verbesserungsspielräumen in ökologischer und gesellschaftlicher Hinsicht der Unternehmenstätigkeit eine langfristige Perspektive der Arbeitszufriedenheit geboten werden.
Sowohl die individuelle Kreativität als auch die Gruppenkreativität von Mitarbeitern sind durch Personalentwicklung und Anwendungsmöglichkeiten gleichermaßen zu fördern. So wird passend zu der realen Komplexität des Umfeldes des Unternehmens eine entsprechende innere Komplexität des Unternehmens geschaffen. Dies führt zu besseren Innovationsergebnissen, denn der hohen Komplexität eines Umsystems kann nicht durch einfache Strukturen und Prozesse, sondern nur durch eine relativ hohe Komplexität der innovationsbezogenen internen Strukturen und Prozesse entsprechend Rechnung getragen werden. Zur Förderung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen ist es daher unerlässlich, aktiv Innovations- und Ideen-Netzwerke aufzubauen (siehe Boeddrich und Jöstingmeier: Die Komplexität des unternehmerischen Ideenraums und Auswirkungen auf das Neue im Innovationsprozess, in: Zeitschrift Ideenmanagement, Heft 1, 2010, Seite 3-6, Erich Schmidt Verlag). Im Gegensatz zum durchaus sinnvollen Lean Management bei routinemäßigen Produktionsabläufen ist im Innovationsmanagement eine Abwendung vom „Lean Innovation Management“ hin zum „Empowered Innovation Management“ zu fordern. Dies ist eine neue bereichernde Organisationsform für das Innovationsmanagement, die über entsprechende Personalentwicklung, Organisationsstrukturen mit Innovations- und Ideen-Netzwerken, entsprechende Stellenbeschreibungen, Anforderungsprofile und Gestaltungsfreiräume die Mitarbeiter zu höchsten innovativen Leistungen motiviert. Dabei sind auch die Erkenntnisse der Psychologie bezüglich Kreativität und Innovation zu beachten: Mit je mehr Freude und Begeisterung die Mitarbeiter eines Unternehmens arbeiten, desto mehr Kreativität und Innovationsimpulse werden sie erleben und innovative Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen erarbeiten.
Innovius unterstützt Unternehmen bei der Weiterentwicklung alter Innovationsmanagementsysteme hin zum „Empowered Innovation Management“.
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Zusammenfassung
Das Ideen-Orbital-Modell als Social Media Marketing-Instrument – die Akzeptanz von Komplexität und die Neugestaltung des Innovationsmanagements
Basierend auf dem vom Innovius Institut entwickelten Ideen-Orbital-Modell zeigen die Autoren Boeddrich und Jöstingmeier in dem eineinhalbstündigen Vortrag den Weg in die zukunftsorientierten Innovationsmanagement-Systeme der nächsten Generation. Durch die Einbindung sowie die Akzeptanz von Komplexität lassen sich für Unternehmen neue Handlungsfelder erschließen, welche die Innovationsfähigkeit signifikant erhöhen.
Die Grundlagen des neuen organisationstheoretischen Ansatzes zu Innovationen in Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren mit mehreren Artikeln erarbeitet, die die Autoren weltweit veröffentlichten (siehe Veröffentlichungen) und von denen mehrere Artikel mittlerweile zur Basisliteratur über das Fuzzy Front End wurden.
Stichworte / Tags: Linearität, Nichtlinearität, Fuzzy Front End, Stage gate Prozess, Innovationstrichter, Innovations-Pipeline, Komplexität, Lösungen, Kennzahlen, Ideen-Orbital-Modell, Ideenraum, nichtlineare Denk- und Entwicklungswerkzeuge, Clusterebenen, Kunden-Ideen, Lieferanten-Ideen, Konsequenzen, Open Innovation, BVW, KVP, QFD, selbststabilisierende Kräfte, Innovations- und Ideen-Netzwerke, entfesselte Innovationsfähigkeit, Empowered Innovation Management.
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® Innovius Institut für Innovationsmanagement und Strategie 2012
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